Wissenwertes über den Orientalischen Tanz

Woher kommt Bauchtanz?
Der Orientalische Tanz hat seinen Ursprung vermutlich in Afrika. Schon vor mehr als 3000 Jahren fanden sich erste Zeichnungen und Überlieferungen. In vielen Beschreibungen taucht er als Fruchtbarkeits- und Geburtstanz auf. Bereits in den Reisebeschreibungen um 1800 lassen sich Hinweise auf die Begegnungen von Europäern mit dem Orientalischen Tanz finden.
Der Bauchtanz ist ein von meist Frauen getanzter Tanz, dessen Ursprung auch in den alten Fruchtbarkeitstänzen Vorderasiens liegt. Er wird und wurde von den Frauen verschiedener Kulturen Nordafrikas und des Nahen Ostens als geburtsunterstützender Tanz genutzt. Schon zu frühester Zeit wurde getanzt, um den Göttern zu huldigen oder Tote zu ehren. Von Vorderasien aus verbreitete er sich durch Sklaventum und Völkerwanderung weiter. Er wurde bereits zu pharaonischer Zeit zu einem Schautanz.
Der Orientalische Tanz nahm einen Umweg und kam 1893 über die Weltausstellung nach Amerika/Chicago. Der Tanz hat sich von seinen authentischen arabischen Wurzeln in Richtung Europa wegbewegt.
In den arabischen Ländern gilt er auch heute noch in manchen Gebieten als unschicklich. Nur vereinzelt zensierte Tänzerinnen dürfen in offiziell vorführen. Aber auch Bauchtanz in Jeans und Hut, westliche Hits orientalisiert und Tanzstile, wie Oriental-Pop sind auch dort mittlerweile salonfähig geworden.
Über die ausführliche Geschichte des "Bauchtanzes" gibt es unzählige Bücher, Videos und Internetseiten. Wer sich ausführlich damit beschäftigen möchte, kann sich dort ausreichend informieren.
Gesundheit und Bauchtanz
Es gibt bestimmte Grundfiguren, die in vielfältiger Weise miteinander kombiniert werden können. Eine Frau kann sich ganz dem Tanz und ihrem Gefühl hingeben. Es gibt keine bestimmte Vorgaben für Schrittfolgen, denn im Ursprung ist der Bauchtanz ein Improvisationstanz.
Wir Westeuropäer sind im Becken steiff und unbeweglich. Den natürlichen Bewegungsfluss beim Gehen aus dem Becken heraus, den Afrikaner und Südamerikaner zum Beispiel automatisch beherrschen, müssen wir uns erst wieder mühsam erarbeiten und erlernen.
Im Orientalischen Tanz kann die Frau ihren Körper neu entdecken, durch den Tanz kann sie ihr Temperament und ihre Seele ausdrücken - mit allen Facetten der Weiblichkeit.
Das Erlernen des Orientalischen Tanzes setzt keinen perfekten Körper voraus. Jede Frau jeden Alters und jeder Figur kann den Tanz erlernen. Hauptsache es macht ihr Spass.
Die Muskulatur von Oberschenkeln und Po baut sich auf, wa die Entwicklung von Cellulitis verlangsamt. Die Bauchmuskulatur wird gestärkt. Durch die Isolation von Brustkorb und Becken kräftigt sich die Taille. Viele Frauen entdecken erst durch die Bewegungen mit dem Brustkorbdie Schönheit ihres Busens. Frauen, die ihren Busen als zu groß empfinden oder sich ihres Busens schämen, neigen zu einem Rundrücken, weil sie die Schultern hochziehen und den Brustkorb fallen lasen, um den Busen zu verstecken. Durch das Kreisen mit dem Brustkorb und das Anheben des Brustbeines, begünstigt er eine gerade Haltung, so das sich die Brust nach vorne heben kann. Trainingseffekt für die Aktivität der Muskulatur, Bauch- und Hüftmuskulatur, Steigerung des Stoffwechsels, Trainingseffekt für Herz- und Kreislauf (*Buchempfehlung).
Wer mehr über den gesundheitlichen Aspekt des Bauchtanzes wissen möchte, dem empfehle ich, einmal in das Buch "Hobbythek Bauchtanz" von Jean Pütz, Pina Coluccia und Anette Paffrath rein zu stöbern. Hier ist alles über den Bauchtanz ausführlich erklärt (erschienen im VGS-Verlag).
*Bezugsquelle: Buch "Hobbythek Bauchtanz", VGS-Verlag, Jean Pütz, S. 1 - 40, ISBN-Nr. 3-8025-6231-3)
Empfehlenswerte Leselektüre:
Hobbythek Bauchtanz, VGS-Verlag, Jean Pütz, ISBN-Nr. 3-8025-6231-3
Tolles Buch - alles rund um Bauchtanz, Orient, Rezepten und und und. Hier könnt Ihr stöbern nach Lust und Laune.
Bauchtanz-Tanzstile
Hier können Sie sich für Ihre Veranstaltung verschiedene Tanzstile aussuchen und zusammenstellen. Ich werde versuchen diese für Sie in einer Show - soweit es die Kostümwahl zulässt - zusammen zu stellen. Fragen Sie einfach an.
Der türkische und der ägyptische Stil
Im OT gibt es zwei verschiedene Stilrichtungen. Den türkischen Stil und den ägyptischen Stil. Der türkische Stil basiert auf einfache Rhythmen und sich wiederholenden kürzeren Melodien. Die Figuren sind ausgeprägt und raumgreifend. Die Tänzerinnen aus der Türkei haben gewagtere und freizügigere Kostüme an und tanzen auch schon mal auf dem Tisch. Der ägyptische Stil ist eher komplex und feiner strukturiert. Die Musik ist reich an Rhythmus- und Stimmungswechseln. Die erfordert vielfältige Schrittkombis und Bewegungen von Präzision, Phantasie und Feinheit. Die Tänzerin tanzt ausschließlich am Platz und in sich gekehrt. Die Kostüme sind reich verziert, aber nicht so freizügig. Oft tragen die Tänzerinnen Kostüme mit einem Bauchnetz.
Takasim
Ein Takasim ist ein Solo eines Instrumentes, wie z. B. das Kanun (ähnlich der Zitter), die Nay oder Violine. Hier kann die Tänzerin ihr ganzes Können und ihre Gefühle zum Ausdruck bringen.
Schleiertanz/Doppelschleiertanz/ISIS-Wings/7-Schleiertanz
Diese Tänze sind reine Fantasietänze. Der Schleier - ursprünglich ein Accessoire des OT - führten westliche Interpretinnen ein. Als erste Berühmtheit auf dem Gebiet dieses Tanzes gilt die Amerikanerin Loie Fuller, die in den USA und Europa für Aufsehen sorgte, als sie mit einem übergroßen Schleier auf die Bühne kam, auf den sie Lichteffekte projizieren ließ. In Ägypten wird der Schleier nach wie vor kaum kunstvoll eingesetzt, sondern gilt allenfalls als Requisit für das Entree.
Ein ganz besonderes Highlight ist der Tanz mit 7 Schleiern nach der Geschichte der Salomé.
Tabla-Solo
Das Tabla-Solo oder auch Trommelsolo genannt, ist wohl der technisch schwierigste Teil des OT. Hier muss die Tänzerin ihre Technik und Perfektion beweisen. Die Tabla ist eine aus Ton gefertigte Trommel, die wie ein Stundenglas geformt ist. Sie ist an der Kopfseite mit einer Fischhaut bespannt. Die türkische Version heisst Darbuka. Beim Trommelsolo stehen vibrierende Hüften und Akzente mit Bauch, Becken und Brustkorb im Vordergrund.
Shimmy
Er ist ein wichtiges und sehr beliebtes Element des OT. Shimmy bedeutet rhythmisches isoliertes Zittern der Hüften, Schultern oder anderer Körperteile. Dabei werden die am Kostüm angebrachten Verzierungen zum Klimpern gebracht. Wegen seiner spektakulären Wirkung können Tanzanfängerinnen es meist kaum erwarten, ihn zu erlernen. Aber Geduld ist gefordert.
Stocktanz
Der Stocktanz entstammt der oberägyptischen Folkore, aus dem Said. Dort wird er meist von Männern kraftvoll mit einem Stock getanzt. Der Stocktanz der Frauen ahmt den der Männer nach und ist ein reiner Unterhaltungstanz. Er wird meist in einem durchgehenden Kleid oder in einem Kostüm mit einem Bauchnetz getanzt. Das Requisit wurde ursprünglich aus Bambus hergestellt und hat die Form eines Spazierstockes.
Lichtertanz
In den Figuren dieser Tanzdarbietungen werden Grabmalereien und Fresken der pharaonischen Zeit nachempfunden, wobei die Tänzerin in jeder Hand ein Teelicht hält und auf dem Kopf einen Kerzenleuchter, dem Shammadan. Der Lichtertanz hat einen wunderbar mystischen, geheimnisvollen Charakter.
Bollywood - Indische Fantasie
Wer kennt nicht die indischen Liebesfilme mit toller Musik. Hier wird ein Hauch indische Fantasie nachgetanzt.
Federfächertanz im Varieté-Stil
Hier wird mit Federfächern in den Händen und Kopfschmuck nach moderner Orient-Popmusik ein Varieté-Tanz im Stil der 50iger Jahre getanzt.
Klassischer Tanz und moderner Tanz
Klassischer Tanz nach originaler Musik, gespielt durch ein Orchester, wie in Ägypten üblich.
Moderner orientalischer Tanz benutzt schon gern neue Rhythmen, die Figuren werden hier aber ebenfalls nicht weniger, nur etwas peppiger.
Tribal
Tribal ist ein Stammestanz, der ursprünglich aus den USA nach Europa und Deutschland gekommen ist. Er wird meistens von einer Gruppe von Frauen getanzt, die von einer Frau geleitet wird. Sie gibt nicht hörbare Kommandos von sich, wonach sich alle anderen Frauen richten. Oft gibt es keine Choreografien dazu. Aber auch einzelne Frauen haben sich dem Tribal-Stil verschrieben. Die Figuren sind ausgeprägter und langsamer, als die beim Orientalischen Tanz.
Feuertänze mit Fackeln nach Mittelaltermusik
Feuertanz mit Feuerfackeln und "Brennenden Händen". Mystisch angehaucht. Ideal für Auftritt im Freien in den Sommermonaten. Nach alter mittelalterlicher Musik auch für Mittelalterfest und -umzüge, Lichterfeste usw. geeignet. Das Highlight schlechthin. Besonders im Dunkeln ein ganz toller Effekt für Ihre Veranstaltung. Ein Spiel mit dem Feuer. Für Innenräume nur möglich, wenn über 2,30 m Höhe und keine Sprinkleranlagen vorhanden sind. Es dürfen desweiteren keine Teppiche bzw. Auslegware vorhanden sein. Leichte Rußgefahr. Achtung! Brandschutzrichtlinien des jeweiligen Veranstaltungsortes beachten.
Spanisch-Oriental
Hier treffen sich Flamencorhythmen mit der Sinnlichkeit des Orients. Es überwiegen aber mehr orientalische Elemente. Gern wird hier der spanische Fächer eingesetzt oder große Schleierfächer. Typische Gesten sind Arm- und Rocktechnik in Flamencoform. Gern wird hier zu den Gypsi-Kings getanzt. Die typische Beinarbeit, die im Flamenco überwiegt, wird hier nur teilweise eingesetzt.
Polynesischer Tanz - Hula auf Hawaii - Hula Auana (moderner Hula)
Ein Hauch Südsee entführt Sie in das Reich Polynesiens, in die Nähe von Tahiti und Hawaii und anderen kleinen Inseln. Polynesische Tanzform mit Bauchtanzelementen verfeinert, ergibt einen exotischen Hula oder einen originalen Hula Auana, den modernen Hula der heutigen Zeit.
Samba-Oriental
Im Samba-Oriental vereinen sich heiße Samba-Rhythmen aus Rio de Janeiro und dem Orient. Nicht ganz so freizügig wie Samba-Tänzerinnen wird Ihnen aber auch hier ein tolles Samba-Feeling herübergebracht. Da juckt es einem in den Beinen, selbst die Hüften zu schwingen.